In unserer Blogreihe geht es weiter mit einer aktuellen Entwicklung rund um das EMIR-Reporting. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) plant umfassende Änderungen für die EMIR-Meldung.

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Neben einem neuen Datenformat sind zahlreiche neue Meldefelder geplant. Die ESMA hat hierzu Ende März 2020 ein Konsultationspapier veröffentlicht. Bis zum 19. Juni 2020 haben alle Stakeholder Zeit, um Kommentare zu den Änderungsvorschlägen der ESMA zu geben. Zu den wesentlichsten Stakeholdern gehören finanzielle und nichtfinanzielle Gegenparteien von Derivatetransaktionen, zentrale Gegenparteien, Transaktionsregister und alle Behörden mit Zugang zu EMIR-Daten.

Harmonisierung und Datenqualität im Vordergrund

Eine wesentliche Zielsetzung der ESMA ist die Harmonisierung der weltweiten Regulierung von Derivatetransaktionen. Hierzu möchte die ESMA bestimmte Aspekte der Meldung an die Transaktionsregister überarbeiten, um die regulatorischen Anforderungen in der EU mit der globalen Anleitung zur Harmonisierung von Datenelementen bei OTC-Derivaten in Einklang zu bringen.

Diese globale Anleitung wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Ausschuss für Zahlungsverkehr und Marktinfrastrukturen (CPMI) und der internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) entwickelt, um weltweit wesentliche Datenelemente für OTC-Derivate zu harmonisieren.

Neben dieser Harmonisierung steht die Verbesserung der Datenqualität im Vordergrund. Seit dem Inkrafttreten der EMIR-Verordnung im Jahr 2012 haben die unterschiedlichen Erfahrungen der Stakeholder in der Praxis dargelegt, dass eine weitere Anhebung der Qualität notwendig ist. Diese Qualitätserhöhung soll unter anderem durch die starke Anpassung von bestehenden Meldefeldern herbeigeführt werden. Mit der Einführung von weiteren neuen Meldefeldern soll die Markttransparenz im Bereich von OTC-Derivaten verbessert werden. Die EMIR-Meldung soll zukünftig in einem XML-Format nach dem ISO 20022 Standard eingereicht werden.

Unsere Empfehlung: Beginnen Sie frühzeitig mit der Analyse der neuen Meldeanforderungen, denn diese werden umfassend sein!

Mit mehr als 70 neuen Meldefeldern, die ebenfalls an ein Transaktionsregister übermittelt werden müssen, stellt die anstehende Änderung vom EMIR-Reporting eine regulatorische Herausforderung dar. Daher gilt es, so früh wie möglich in die Analyse einzusteigen und die notwendigen Anpassungen zu identifizieren. Unsere Projekterfahrungen mit EMIR haben uns gezeigt, dass die operative Umsetzung sich je nach Systemlandschaft als sehr komplex erweisen kann.

Wir unterstützen Sie daher bei der Analyse der neuen Anforderungen und begleiten Sie über die operative Umsetzung bis hin zum Testing und zur Inbetriebnahme.

Download Konsultationspapier 

 

Ersay Öztürk
Autor: Ersay Öztürk
Ersay Öztürk ist als Business Analyst und Projektleiter bei der BBHT Beratungsgesellschaft tätig. Seine fundierten Kenntnisse in der Finanzbranche bringt er seit 2017 in die Projekte unserer Kunden ein.

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